11. Tag – Ostküste – Unser Findlater Castle

Es war eine verregnete und mystisch windende Nacht da oben an der Küste nur wenige Meter von Unserem Findlater Castle entfernt. Seit vielen Jahren schon kommen wir regelmäßig an diesen Ort zurück, insbesondere glaub ich, weil wir dort eigentlich immer allein waren. Diese Burgurine, sorry, Burgruine (Ja, ich finde den immernoch zum Wiehern) thront auf einer Klippe und sieht so wild, verwunschen und vergeistert aus, weil sie scheinbar seit Jahrhunderten von Winden und allerlei Niederschlägen (Good Job dear Lattenaugust 👍) verdaut wird. Gut sieht sie immernoch aus – liegt wohl schwer im Magen, das haste nun davon…

Zunächst in gewohnter Manier zu unserem werten morgendlichen Befinden. Ich hätte die liebe kleine Pestbeule neben mir heut Nacht tö… also mich antiautoritär und voll sozial ey… Quatsch… Sie die ohne Namen ist, riss etwa gegen 1:00 Uhr die Tür ufff und verschwand in der Dunkelheit. Ich rufe uns allen nochmal in Erinnerung, dass wir NICHT auf einem Campingplatz SONDERN in der Nähe einer uralten Burguri…(oh, ist wie eine Droge) also einer BurgRUINE in Sturm und völliger Dunkelheit ALLEIN nächtigten. Du schläfst den Schlaf der Weisen und Gerechten alten Säcke, und versuchst, nicht an Clowns mit Neutrumnamen zu denken, und es wird die Tür aufgerissen!!! Denkt da nicht sofort jeder an den kleinen Tintenfisch bei Nemo? „Hubs jetzt hob i mi volltintet“

Nachdem in Gedanken der Schlüpper gewechselt und das Puckern in der linken Brust laaangsam nachließ, konnte noch bis etwa 7:00 Uhr geschlafen werden. 

Ich biss mir sowas von die Zähne zusammen und fragte wie ES denn geschlafen habe. Nicht so toll, war die Antwort. (Hatte ich das mit dem Aussetzen eigentlich schon final final und wirklich FINAL entschieden???)

Das ist noch nicht die Burg!

Der Groll war schon nach den ersten 50 Metern unseres Wanderweges Richtung U… DER SEHR ALTEN PARTIELL VERWITTERTEN BURG komplett verflogen – im Übrigen wie auch die Wolken über Nacht. Im Sonnenaufgang schien der alte Steinhaufen noch schöner, als er mir bis entgegengetreten war.


An dem Aussichtspunkt gab es zunächst einen kleinen Rückschlag. Die gewohnten und ohnehin schon mit einiger Mühe zu passierenden beiden Steilwege zu dem älteren herrschaftlichen Wohnsitz waren durch Regen und kleine Erdrutsche unpassierbar. Keine Begehung möglich? Bruch der Tradition??? (It’s the end of the world as we know it?🎶)


Aber dann…

Ja dann hatte ein weißer Ritter (Nein Shoe! Aus!) in schimmernder Schlafwagenrüstung (zugegeben, etwas keimig mittlerweile) dessen Huldigung auf dieser Suche nach dem heiligen Gral vieeeel zu kurz gekommen ist, DIE Idee. Der edle Recke und sein etwas vertrottelter Sancho Panza wanderten linkerhand an der Steilküste etwa 500 Meter bis zu einem nicht minder verwitterten Abstieg zum Strand und von dort aus KLETTERTEN Reinhold und ich an der Steilküste fast 2 Stunden lang zurück bis zur, und jetzt muss es einfach raus, Burgurine. (Puh, jetzt geht’s mir wieder besser).


Das Klettern war, so kommentierte es das Nachtneutrum, sehr geil. Kurz vor unserer kleinen Bucht haben wir noch eine echte Felshöhle entdeckt, die wir voller Wagemut auch gleich erkundet haben.

Für den Höhlenteil hatte ich mir ne tolle Passage ersonnen, die viel aber leider der Zensur des Hormonhaufens zum Opfer. Was soll’s, Leben am Limit (Da bist du ja wieder liebe Phrase!)

Ich entdeckte eine versteckte Felsgrotte. Zuerst betrat das Pubertier die Höhle und durchsuchte sie nach eventuellen Zeichungen an der Wand. DANACH betrat ich diese Höhle, das erste intelligente Leben seit Jahrhunderten… (Ich fand mich witzig und habe Tränen gelacht)


Dann erschien also endlich unser Findlater vor uns! (Bilder sagen mehr als 1000…blah blah blah)



Beseelt ob dieser schönen gemeinsamen Erfahrung machten wir uns auf den Weg zu einem weiteren Meilenstein unserer Schottlandtradition – das Golfbällesuchen im Hafen von Buckie. Da gibt es ne alte und versandete Hafenbucht, an der allerlei altes und kurioses Zeug angespült wird. 


Danach sind wir noch zum Schloss von Huntly gefahren, weil dort eine Namesvetterin des Pubertiers verewigt ist und sie das, als sie das vor 6 Jahren sah, total faszinierte. (Nein, da steht nicht Pubertier an der Wand!!!)


Bei Dean’s Shortbread Werksverkauf haben wir noch nen Großeinkauf für die Herrin getätigt und sind in Richtung letzter Schlafstätte für unser Schottlandabenteuer gedüst. 

Jetzt sind wir in Lower Foyers direkt am Loch Ness. Nach unserem Wildcampabenteuer von gestern hatten wir ne Dusche auch bitter nötig!


Good Night Ladies… 🎶

…das erste intelligente Leben…(ich könnte brüllen 😂)

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