Der Tag begann, es geschehen noch Zeichen und Wunder, mit lieben und ausgeglichenen Kindern. Aufwachen ohne von den Schreien gequälte, schmerzende Ohren kann so schön sein. Das waren fünf Minuten voller Frieden und Glückseligkeit, um 6:30 Uhr… So schälte sich alsbald der AV aus der wohlig warmen Koje, freilich ohne der Chefin auch nur einen Hauch von Erwachen zuteil werden zu lassen, und tat das einzig Richtige, was es in einer solchen Situation zu tun gilt… also nahm er ein Nudelholz….neinneinnein….also nahm er mit letzter Konsequenz und voll Autorität die Fernbedienung und schaltete den Blagen die Glotze an…“Fireworker Sam“ wirkte wie Ritalin, zumindest für die Außenstehenden.
Gestärkt und fast gar nicht von den Krabben genervt starteten wir unseren Wandertag gen Smoo Cave in Durness an der Nordküste unseres geliebten Schottlands. 130km – ja man muss es wieder so nennen – Earthporn!!! Ein erster Zwischenstopp wurde an der wunderschönen – und ja, auch das ist Tradition – Burgurine Ardwreck Castle eingelegt.

Neben der Urine steht auch noch eine weitere, ja, Urine. Und zwar die eines herrschaftlichen Hauses. Der Infotafel vor Ort war zu entnehmen, dass in den 1730er Jahren der Earl of Dingsbums das Haus für seine Mähdähm gebaut hat, weil die nicht in der feudalen ollen Bruchbude von Ururgroßvater Wiewardochgleichseinname wohnen wollte. So wie Mancheiner nicht dieser Tage, kam auch Sir Soundso nicht etwa auf die Idee, die olle Zibbe den Highlandschafen vorzuwerfen, sondern baute ihr auch gleich noch ne tolle Hütte – und das auch noch in unmittelbarer Nähe. Da hört man direkt den 👞 säuseln – PUSSY.



Die Karavane zog weiter zur Küstengrotte Smoo Cave. Beginn des Wandertages, yeah. Hübsch und nett sicherlich, aber jetzt auch nich sooo unbelievable. Ein wirklicher Anblick war unser kleinster imperialer Musketier „mini J“. Der hat so wahnsinnig viel schauspielerisches Potenzial. Ohne große Vorbereitung gab er uns allen eine kostenlose halbstündige Vorstellung seiner Interpretation von „Mad Max – die Donnerkuppel“ indem er sich einen willenlosen Sklaven unter den Hintern schnallte, einen 👞, und sich von diesem durch die Pampas tragen lies. Das war so realistisch – Oscarreif!!!

Der stets um unser aller Wohl bedachte imperiale B brachte dem devoten AV eine angeschwemmte Boje mit. Welch ein Glück! Und was für’n Dekoeffekt!!!

In Durness kehrte die mürrische und ausgehungerte Sippe in ein Etablissement ein, welches sich als ein Hort des Kalauerns entpuppen sollte. Wie kann man sowas am besten beschreiben? Man stelle sich einen knackigen Bungalow der frühen Siebziger Jahre vor. Ja, auch das Linoleum am Boden war echt. Hinter einem kleinen Tresen stand eine vielleicht etwas vom Leben enttäuschte Frau im nahenden (möglicherweise auch währenden) Rentenalter und harrte den Wünschen der wartenden Karavane. Als alle bestellt hatten, schlurfte unsere Gastgeberin in die nebenan gelegene Küche und … ward sehr lang nicht mehr gesehen. Der bestellte Cappucino erreichte uns nach etwa 60 Minuten, was ihn schmecken lies, als ob man aus dem Heiligen Gral höchstselbst trinken würde.

Zurück ging es in Richtung Himalaya-Basislager bei strahlendem Sonnenschein mit Zwischenstopps an einigen Aussichtspunkten wie beispielsweise Knockan Crag.


Ein Tag angesammelt mit fantastisch pittoresken Eindrücken kann, ja muss sogar, ein ähnlich starkes Motto als Betthupferl bekommen. Dies prägte heut unser großartiger, entspannter, fürsorglicher, stets bereiter und insbesondere imperialer B:
„Jetzt wisch dir den Mund sauber mein kleiner Schokoprinz…“
well…
Good Night Lads…

Hinterlasse einen Kommentar