Nachtrag zum gestrigen 14. Tag – Erwanderung des Ullapool Hill. Die größte Befürchtung der Chefin-AV-Familie (ganz besonders der für’s Abhalten zuständigen Chefin) war, dass eines der lieben Scheißerchen diesem Namen wieder in einem royalen Englischen Garten alle Ehre machen könnte. Zu unser aller Erleichterung blieben alle durchlauchtig-noblen Gestrüppe, königlichen Stauden und sonstiges feudales Gekräuch in diesem Jahr von derlei Düngungsunternehmungen verschont…nun wurde der Gipfel des Ullapool Hill erstürmt…und wieder krähte die damit zu einer traurigen Berühmtheit erlangten Büffetfräse…(Zeit für Fantasie…)
Um das Thema abzuschließen, alle sich mit der Topografie Schottlands befassenden Unterlagen führen seit gestern bei der Höhenangabe vermutlich einen falschen Wert auf…es würde das Gewissen des AV überaus belasten, wenn ein armes Wanderpersönchen auf den veränderten Gegebenheiten ausrutschen und in die Tiefe fallen würde – anderseits – Augen auf beim Gipfelstürmen! Beware of New Ullapool Hill!!!
Heut morgen brauste bereits die imperiale Großfamilie, wie angekündigt 7:00 Uhr am Morgen in Richtung Heimat. Voller Begeisterung und mit verwohnt-verwundertem Gesicht wurde dies vom AV von der Terrasse aus beobachtet, und kann somit offiziell (mit mehr als nur einem klein bisschen Bewunderung) bestätigt werden.

Die Zurückgebliebenen, und man ist fest davon überzeugt, dass dies wirklich nur lokal zu sehen ist, frühstückten ganz entspannt, lagen doch für den heutigen Tag, neben einer großen Packaktion, keine größeren Unternehmungen an. Eine nicht der aktuell aufflammenden Basislager-Diarrhö verfallene Delegation machte sich zu einer letzten Erkundung der umliegenden Flora und Fauna auf. (Der AV hat es nachgeschlagen und da nunmehr die Lachflashtränen getrocknet und die Nase geputzt ist – es folgt ein Zitat: „Eine Diarrhö besteht bei mehr als 3 Entleerungen eines zu flüssigen Stuhls pro Tag. Das Stuhlgewicht muss hierbei über 250 Gramm liegen.“ Der AV weigert sich mit aller Kraft, durch Nachzählung, Konsitenzüberprüfung beziehungsweise durch Nachwiegen, die Basislager-Diagnose offiziell zu bestätigen – Kommt nicht in Frage!!!



Nach Rückkehr der Unversehrtendelegation von einem schönen Steinstrand und der heroischen Errettung eines zitternd und verwaist am Wegesrand liegenden Schilds, erwachte auch das latent undichte kleine Büfetfräschen aus einem erholsamen Mittagsschlaf und alle, ob dicht oder auch nich ganz d… (ups, die Chefin schaut finster)… zu einer Tour ins nahe gelegene Ullapool, um die letzten Hongkongdollar an den Markt zu bringen. Der AV hat sich durch (sehr maskulines) Maulen und Bocken einen echten Rettungsring und zwei Minibojen bei ihrer Heiligkeit erbettelt – (Scheiß drauf, wie pussyhaft das wirkt – bald hängt’s an meiner Terrasse!!!).


Die Koffer wurden gepackt, die Streitrösser beladen und die Krabben zusammengeschissen, verdammt nochmal aus dem Weg zu gehen und zu bleiben…grrrr!
Dann kam auch noch die Vermieterin auf ein Abschiedspläuschchen (in ausländisch) vorbei. Beim Smalltalk wurde in Erfahrung gebracht, dass das Basislager bis zu deren Tod 1995 einer Cousine, Lady Soundso, gehört habe. Man hätte damals das Haus gebaut, um es bei hiesigen Segelausflügen standesgemäß wohnen zu können. Jeder der sie kennt, weiß sehr wohl, dass die Liebe Chefin nach diesen Ausführungen beinahe zum Schlüpperwechseln ins Separee hätte verschwinden müssen.
Der Abend, der Tag, der Urlaub und die Geduld des AV neigen sich nun dem Ende zu. Letzteres insbesondere, weil die Musik der Chefin aus der Box kommt (Menschenverachtendeuntergrundmusik von irgendeinem Kellyfamilymitglied auf eigenen Wegen – 🤮).
Morgen früh gehts zur Fähre…
Man liest sich….

Hinterlasse einen Kommentar