3. Tag – 600km für die Spätpubertiere, Schlossküchenpipibeutel, Schlechtwetterfront und himmlische Chiligenüsse

Ab sofort ist die Reisegruppe vollzählig!!!

Dafür – und ja, es war seine eigene Idee! – schälte sich der MV voller Elan in der Früh aus seiner Liegestatt und steuerte den Reiseleiterwagen in vier Stunden die 300km nach Süden zum Flughafen Edinburgh. Dort angekommen, wurden unmittelbar die beiden von Turbulenzen und Schlafmangel gezeichneten Spätpubertiere eingesammelt.

(Eigentlich war der Plan, mit aufwendig gefertigtem Schild „YouPorn Casting“ direkt am Arrival Gate zu stehen und lauthals die Vornamen der Spätpubertiere zu rufen… Dazu fehlten Zeit, Kreativität zur Schilderstellung, aber insbesondere der MV-Mut.)

Die Parkzeit am Flughafen belief sich auf 25 Minuten. Diese waren aber so wertvoll, dass 12 Schottische Pfund auch als durchaus angemessene Parkentlohnung angesehen wurde. Die 300km Rückweg zum Basislager waren für alle Beteiligten ein Gewinn. Ein Spätpubertier zeichnete sich in besonderem Maße aus und adelte die Fahrt damit, NICHT ins Fahrzeug oder ans Fahrzeug gespien zu haben – Bravo Kind, ich könnte nicht stolzer sein – manchmal sind’s die kleinen Dinge im Leben…

Mitreisendes Spätpubertier Nummer Zwei kackte zwar gänzlich beim Überfahrene-Fasane-Zählen (heute 46!) ab, eine kleine Familientradition – wer weiß schon, wann früher was und weshalb erfunden wurde – glänzte aber gleichwohl durch für alle Mitfahrer beruhigende, meditative Mundatmung.

Die im Basislager verbliebene Restreisegruppe nutzte nach den jeweiligen Strapazen des Vortags, die geneigten Mitlesenden wissen Bescheid, den Tag zur lokalen Erkundung im beschaulichen Dornie. Dazu gehörte auch die Besichtigung des eigentlich schon weltberühmten Eilean Donan Castle (250 Meter vom Basislager entfernt).

Diese Besichtigung zeigte aber nicht nur auf, wie früher die Menschen so leben konnten. Sie konnte unerwarteter Weise auch einen wertigen Beitrag zur Verbesserung der Völkerverständigung leisten. So konnte die Gruppe lernen, dass es bei anderen Familien durchaus eine Angelegenheit mehrerer Generationen sein kann, wenn der jüngste Spross innerhalb der Schlossküche gewisse Bedürfnisse hat – ne Pipitüte, man lernt halt nie aus…

Dornie hat aber optisch noch mehr zu bieten als ein Schloss oder einen innovativen Tütenexpress… aber dazu eventuell ein anderes Mal mehr.

Der Abend wurde geschlossen mit einem perfekt zubereiteten Chili con und sin Carne nach Spezialrezeptur der weiterhin angezogenen Schaabenkoppis. Ein Esszimmer voller Lachen, Stimmen und dem ein oder anderen schmutzigen Witz… aber das natürlich erst, als die Jungpubertiere ins Bett gejagt wurden.

Für die nächsten Tage sind hier Orkan und Starkregen angekündigt, bleiben wir mal 3-4 Meter von den Klippen weg.

Anstrengender aber schöner Tag

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