Mit einer halbwegs konstanten Wettervorhersage für unsere Ausflugsinsel düste die Reisegruppe direkt nach dem Frühstück in den Norden der Isle of Skye zur bei uns über die Jahre sehr lieb gewonnenen Weberei – den Skye Weavers in Glendale.


Hier werden mit Pedalkraft am Webstuhl die schönsten Stoffe erzeugt. Wir kommen immer wieder gern hierher und genießen die freundlichen Gespräche mit Andrea (der gebürtigen Erfurterin) und Roger.

Danach ruckelte die Karawane langsam weiter Richtung Neist Point, im Nordwesten der Isle of Skye, ein perfekter Ort für Weitsicht, Sturmböen im Gesicht, Treppenenthusiasten und für Liebhaber solcher Dinge… Trommelwirbel… Bojen!!! Angeschwemmte Bojen!!!




Am Neist Point gibt es verschiedene Arten von Besuchern. Da gibt es diejenigen die oben auf der Steilküste ankommen, aus ihrem Auto aussteigen und den Blick einfach nur schweifen lassen. Eigentlich schon cool genug… lauter schöne Gegend, wohin das Auge blickt.
Dann gibt es die eifrigen Wanderer (und die, die gern welche wären). Die nehmen die Treppe von der Steilküste in Richtung Klippe (die vor dem Leuchtturm nochmal in den Himmel ragt) und stapfen, meist gegen die Wind, zum Leuchtturm… nicht erahnend, dass man denselben Weg wieder hoch muss (so man noch zu seinem Auto möchte).
Und dann gibts noch diejenigen, die ohne ein gesundes Maß an Höhenangst in diese Welt gekommen sind. Die steigen aus dem Auto aus, lassen die Blicke schweifen, nehmen die Treppe hinab, biegen auf dem Weg zum Leuchtturm nach rechts ab und erklimmen eine Klippe, die wenn man überhaupt oben ankommt auf der anderen Seite über 100 Meter abfällt.


Diese drei Neist Point Wandererstufen erklären aber in keiner Weise das folgende Foto…

(Man könnte fast meinen, dass der Motettenschuh im Fallen seine Beine fotografiert hätte… aber nein, man machte lediglich ein Päuschen und ließ die Beene boomeln… sch…Freak!

So ginge es doch beispielsweise auch…
Als sich alle wieder gesammelt hatten, für den Motettenschuh brauchten wir zum Glück auch keine wasserdichte, reißfeste Tüte, und ein glücklicher MV mitsamt gefundener leuchtend gelber Boje am Fahrzeug eintraf, wurde einstimmig (naja fast) beschlossen, dass es genug Bewegung für heute war, es jedoch noch Zeit für etwas Kultur sei… also… richtig… eine Destille!!!




Der MV hat zufällig mitbekommen, dass der Rest der Reisegruppe vor einer Flasche 44 Jahre altem Whisky die Köpfe zusammensteckte… Der MV ist ja 44… und vielleicht haben die ja wirklich aus purer Liebe zum Pseudoreiseleiter zusammengelegt und die 4420 Schottischen Pfund für die Flasche…
(Ich bin ja so aufgeregt!!!)
((Und werde geliebt!!!))
PS: Zum Abendbrot breitete der MV eine Bolognese, mit schottischem Rindfleisch vom Black Angus… wo wir doch schon mal hier sind…

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