8. Tag – wenn Engel reisen, betreutes Wandern, Fummeln am Quiraing, WhooWooh aus der Ferne und dörr Doitsche braucht Raum

… die schwedische Volleyballnationalmannschaft hat sich natürlich nicht blicken lassen – wär ja auch zu fair gewesen. Dafür gab es heute reichlich verschwitzte Körper… aber dazu später.

Bei strahlend blauem Himmel, Windstille und 3 Grad Celsius düste die Reisegruppe zum zweiten Versuch, den Quiraing-Rundweg im Norden der Isle of Skye anzugehen. In der letzten Woche hatte ja die blöde Babet fast alle vom Berg geblasen.

Je näher die Gruppe dem Wanderziel kam, desto besser wurden die Wetterbedingungen und als am sich auf den Wanderweg begab, waren es bereits 10 Grad Celsius.

Die gesamte Reisegruppe

Beim obligatorischen Bevorwirloswandernnochmalpipihintermbusch verknackste sich eines der Spätpubertiere bereits den Knöchel, aber ohne Wimmern und mit nur latentem Beinnachziehen ging das tapfere Scheißerlein den Marsch an, während die Motette zum selben Anlass weggegangen, mit nem 10 Pfund Schein zurückkam. Dies war nicht etwa der Lohn eines zufriedenen Hintermpipibuschspanners sondern ein glücklicher Fund des Tages, den wahrscheinlich die bereits bekannte Babet dorthin geblasen hat, zumal in der unmittelbaren Nähe der Kohle keine menschlichen Überreste beziehungsweise süßlicher Geruch wahrnehmbar war – zumindest nach Auskunft der Finderin – wollen wir’s mal glauben. (Vermutlich geht die Kohle in den Sammeltopf für die 44jährige Whiskyflasche, die dem Reiseleiter geschenkt werden wird – die Hoffnung stirbt zuletzt.)

Das hilfsbereite Angebot des MV‘s an das ahabsche Spätpubertier, unterm Knöchel zu amputieren und aus Holz nen megacoolen Stumpf zu schnitzen, wurde unverständlicherweise ignoriert. Alle Reisegruppenmitglieder hatten aber die ganze Zeit ein Auge auf unser zartes Hinkebein.

Der Rundweg von insgesamt etwa 8 Kilometern war Meter für Meter (leider auch Höhenmeter für Höhenmeter) gerade bei dem fantastischen Wetter wunderbar schön, sicher auch wunderbar anstrengend, aber um das Ergebnis einmal vorweg zu nehmen, es sind alle Mitglieder der Gruppe wieder mit zurück ins Basislager gekommen.

Das göttliche Wetter und die Location beflügelte geradezu die Frühlingsgefühle der jeweiligen Reisegruppenpärchen…

…und während hier noch gefummelt wurde, stürzte das zweite Spätpubertier einen mehrere Zentimeter hohen Abhang beziehungsweise Stein hinab und verknackste sich ihrerseits ebenfalls den Knöchel. Aber auch in diesem Fall (buchstäblich, höhö!!!) erwies sich ein Mitglied der Generation Z zum zweiten Mal an diesem Tag als ein äußerst widerstandsfähiges Scheißerchen.

Die Reisegruppe zog samt Synchronhinkebeinen weiter den Rundweg entlang und hinauf, ehrlicherweise meist mehr hinauf als entlang. Die gefühlte Besteigung eines grundsoliden Sechstausenders entpuppte sich nach mehrfach mißgläubiger Überprüfung der Technik als knapp 600 Meter Gipfelhöhe.

Der Abstieg vom Gipfel, der besteht dieser Tage aus einer ordentlichen Schicht Torfmodder, war ein akustisches Feuerwerk an Geräuschen – das Schmatzen der stapfenden Füße im Moor, das abwechselnde Fragen aller Reisegruppenmitglieder, ob es hier eigentlich überhaupt einen Weg gäbe und das leicht erregte WhooWhoo, das ihrö-Heiligkeit-die-Chefin macht, wenn sie wieder ungewollt im Matsch gelandet ist.
(Der MV und seine Lendenfrüchte liefen in der Führungsgruppe vorneweg und nahmen gerade das WhooWhoo nur aus der Ferne war – das machte es aber keinesfalls weniger saukomisch.)

Durch die Wanderung und den Rückweg ziemlich fertig, wollten die Fahrzeugführer am Basislager einfach nur schnell parken und ihre Base chillen, durften jedoch zunächst die Erfahrung machen, warum „Der Deutsche“ so einen guten Ruf in der Welt genießt. Dieser „Der Deutsche“ hatte sein verkacktes Mietwohnmobil so perfekt und akkurat in den Weg gestellt, dass er genog Raum (mit megarollendem R) eingenommen hatte, om allös vom scotischen Schlosse änzpäzähren zo können!

Wenn man wie‘n Arsch parkt, wird man wie‘n Arsch eingeparkt. Gute Nacht und vor allem, Gute Weiterfahrt! Und als Bonbon für meinen neuen Landsmannkumpel ein MV-FuckYou-Herz mit Küsschen…

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