Für diesen vorletzten Schottlandtag wurde noch ein letztes Mal der hohe Norden der Isle of Skye angesteuert. Dieses Mal war das Ziel ein malerischer Strand und das Spazieren über diesen.
Claigan Coral Beach heißt dieser wunderschöne Ort, und das ist eine ausdrückliche Reiseempfehlung.


Kommt man zum eigentlichen Korallenstrand eröffnet sich der imposante Anblick eines strahlend weißen Strandes. Das Entlangschlendern ist eine schöne Erfahrung, bis man (der MV) auf die coole (naja) Idee kommt, mal mit den Füßen in den Atlantik zu steigen, so kalt wird‘s ja nicht sein – (die Nachbereitung ergab eine tagesaktuelle Durchschnittsstemperatur dort oben von 12 Grad Celsius). Aber mehrere Füße erreichten das Wasser tatsächlich.


Und in diesem Moment hört sich ein MV im Überschwang der drohenden Fußunterkühlung sagen:
„Leider hab ich kein Handtuch dabei, sonst würd ich doch glatt schwimmen.“
Wie sollte es denn auch anders kommen, als das aus dem Off zu hören ist:
„Ich hab eins, das kannste gern nehmen.“
„Cool. Danke.“ (sagt der MV und denkt … fuck!)
Aber, ein Mann ein Wort, oder so, Schlüpper aus und rein da! (Es ist einfach kein Wasser für Menschen mit externen Genitalien.)
Es ist keinem wirklich genau der Moment erinnerlich, wann und warum genau 100 Meter weiter eine auf einem Felsen liegende Jungrobbe, auch Heuler genannt, lauthals rumkrakelte, aber in einer schönen und fairen Welt lag’s sicher nicht an dem nackigen MV, quiekend im Wasser.
Nach kurzer Schwimmphase ging es aber husch-husch wieder aus dem Wasser…
Jetzt war noch Zeit, Tiere zu beobachten und ihnen zu lauschen, die Landschaft zu bewundern und für eine weitere Person, wieder Gefühl für einige Körperregionen wieder zu erlangen.



Die Zeit verging hier oben wie im Flug und als sich die Reisegruppe wieder zu den Fahrzeugen bewegte, machte ihrö-Heiligkeit-die-Chefin ganz aus dem Nichts die Bemerkung, Schatz da vorne ist ne Boje, wie die, die du schon gefunden hast.
Es sind doch glatt insgesamt heute nochmal drei Bojen dazugekommen. Der Strand ist weniger mit Plastikmüll belastet und ein glücklicher MV schmückt den Garten zuhause – na wenn das nicht eine Win-Win-Situation ist.

Eine zufriedene Reisegruppe, inklusive glücklichem MV (wenn auch mit leichtem Gefrierbrand), tuckelte dann gen Basislager mit kulinarischem Zwischentopp in Portree im „Antlers Bar and Grill“ – schönes Lokal und hervorragendes Essen. Der eine Mottentenschuh hatte ein Dry Age Steak, das auf der Kreidetafel mit „35 Tage abgehangen“ beworben wurde. Ihrö-Heiligkeit-die-Chefin inspizierte die Tafel sicherheitshalber genau, nicht das an der Zahl auf der Tafel Verwischungsspuren zu sehen waren. Kein Mitglied der Reisegruppe konnte irgendwelche Manipulationen feststellen – also nicht, dass die Zahl einfach nur fortgeführt wird und da morgen eventuell „36 Tage abgehangen“ zu lesen ist.
(Interessant wär, zumindest im MV-Gehirn, wo da die Hemmschwelle wäre und ob der Gourmet „278 Tage abgehangen“ zu honorieren wüsste… beziehungsweise überlebt…)

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