12. Tag – Gartenbesichtigung ohne Notdurft, typisches Schottlandwetter, da ist doch noch Geld da und Mallaig hat immer noch kein Benzin

Zum Abschlusstag im Basislager im Red House Dornie hat sich die Reisegruppe für einen kleinen aber feinen Ausflug in die nur 30 Minuten entfernten Attadale Gardens entschieden. Dabei handelt es sich um ein wunderschönes Anwesen, dass der Allgemeinheit zeitweise zur Besichtigung geöffnet ist.

Der MV hatte einige kleine Bedenken – nicht einige, eigentlich nur ein kleines Bedenken, namentlich das jüngste Frühpubertier. Bei einer Tour vor einigen Jahren in einen ebenfalls besonderen Garten verspürte diese innig geliebte, kleine Lendenfrucht unmittelbaren, nicht aufschiebbaren Drang… . Das führte damals verständlicherweise zu einem kurzzeitigen Stressmoment von ihrö-Heiligkeit-der-Chefin, die diese Situation jedoch perfekt und hochprofessionell bewältigte. Seither hält sich in der Familie jedoch hartnäckig der Kalauer, mit Willi gehen wir nur in nen Garten, wenn sie vorher auf dem Klo war.

Zurück zum Garten und dem eigentlichen Thema – es hat sich wirklich gelohnt, dorthin zu fahren. Ein wunderbar gepflegter und ansehnlicher Ort, selbst Ende Oktober.

(Ein bei Ausgrabungen gefundener etwa 6.500 Jahre alter Mahlstein.)

(Wobei… da muss ebenfalls kurz etwas eingeschoben werden. Vor der Reise sagte, eigentlich predigte, der MV allen Reiseteilnehmern, dass sie doch unbedingt warme und wetterfeste Kleidung (unbedingt auch warme Schlüpper) mitbringen müssten, da man ja im Oktober ins raue Schottland fahren würde und die Highlands, wie auch die Isle of Skye, natürlich unberechenbar seien. Also haben alle extra warme Sachen zusätzlich eingepackt, manche sogar noch welche gekauft – so eine gut hörende Reisegruppe! Fein! Nur wurde das Meiste von dem Kram gar nicht gebraucht! Bis auf die ersten beiden Tage mit der „Blasebabet“ waren die Tage viel mehr spätsommerlich, als herbstlich. Die jungfräulichen Schottlandurlauber der Gruppe, die angezogenen Strandschaabenkoppis, hast Du gehörig versaut, lieber MV, herzlichen Glückwunsch. Für die lieben Freunde ist auf Grund der letzten zwei Wochen ein wahrscheinlich ganz anderes „normales schottisches Wetter“ normal, als es das eigentlich (also normal-normal) wäre. Bei einer nächsten gemeinsamen Tour sollte es besser mal ordentlich schneien… da verliert man ja die ganze Glaubwürdigkeit! Soweit so gut.)

Nach dem schönen Spaziergang durch den Garten, man höre und staune, sogar ohne ungewollten Stuhltanz, tuckelte die Reisegruppe ein letztes Mal auf die Isle of Skye zum Reiseproviantbunkern und… da sind ja noch ein paar Scheine… dann könnten wir doch eigentlich auch noch… da gab es doch in dem einen Laden noch so‘n tollen Oktopus-Kleiderhaken (für den MV natürlich). Den ganzen Urlaub über prangte auf dem Weg von der Isle of Skye ein großes elektrisches Schild, dass Mallaig kein Benzin habe. Das entwickelte zu einem kleinen Running Gag – Was machen die denn da? Sollen wir denen mal was bringen? Haben die denn keine Kanister? Haben die jetzt nur noch E-Autos oder fahren alle Fahrrad? Die können ja auf Schafen reiten…

Zurück im Basislager wurden alle Sachen gepackt, Stullen geschmiert und ein letztes gemeinsames Essen in gemütlicher Runde mit Geschichten und Gelächter abgehalten. So könnt‘s gern immer weiter gehen… (Das dachten sich die Eier, die für die morgige Fahrt gekocht werden sollten, und dies auch 60 Minuten taten, wohl eher nicht…)

(Welches ist unser Red House Dornie?)

Das Geld ist alle.

Alle Reste sind vertilgt.

Abschiedspaziergang ordnungsgemäß durchgeführt.

Alle Bojen (und so dies und das) sind verstaut. 🙂

… und Mallaig hat immernoch kein Benzin!

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