4. Tag – North Coast 500 – EARTHPORN

Auch die Nacht in Reay haben wir super überstanden. Die seichte Befürchtung eines drohenden Weltraumherpes hat sich für keinen der Akteure bewahrheitet, zumindest bislang…

Wir nutzten den Morgen für einen Fußmarsch zum nahe gelegenen Sandstrand – das Pubertier kommentierte die Aussicht mit „nice“. Weiter weiter mit dem Schlafwagen!


Den nächsten Stop machten wir vor der Brücke in Tongue mit einem fantastischen Blick auf den Kyle of Tongue und dem darüber thronenden Castle Warrich, zu dem im Übrigen ums Verrecken kein Weg zu finden war. 


Weiter auf der A838 kam es zu einem Nothalt, weil wir beide uns mit offenen Mündern etwa 50 Meter vor einem Regenbogen wiederfanden. Die geneigte Optikermeisterin könnte jetzt natürlich einen umfassenden Vortrag über Spektralfarben anstimmen, das Pubertier und ich fandens einfach mystisch. Aber das mit dem Schatz usw. ist Blödsinn. Wir haben nachgeschaut! Nischt!

Ein paar Kilometer weiter fing das Pubertier an zu nörgeln, dass es gleich nochmal wandern will. Der Starkregen, die 8 Grad Celsuis draußen und mein verständnisloser Blick schienen dabei eher nachrangig. Also hielten wir an und erklommen einen 1000er. Vielleicht war es doch eher etwas flacher, aber wenn, dann sicher nur minimal 😉

Der Ausflug hat sich aber voll gelohnt und uns tolle Aussichten und Fotos beschert.


In Hope sind wir von der Hauptstraße nach links abgebogen, was sich als klasse Idee herausstellen sollte. Ich bin ja schon an einigen Ecken in Schottland gewesen, aber diese Strecke ist, man muss es so ausdrücken, einfach nur geil. Selbst das Pubertier meinte, das ihr „nice“ es nicht mal ansatzweise beschreibt. Ein guter Freund hat dafür ein Wort. PORNÖS! (Danke Meiner)
Diese Straße ist so ziemlich die abgelegenste, die ich bisher befahren durfte. Sie führt vorbei am Ben Hope (927m) und einem sehr ansehnlichen Dun Dornaigil Broch. Wahnsinn was Menschen vor fast 3000 Jahren zu leisten im Stande waren. Wer also keine Angst vor einer Single Track Route (eine Spur!), Schildern wie „Straße neigt zu Überflutungen“ und Passing Places an denen sich selbst entgegenkommende Fußgänger an der Schulter berühren, der muss hier lang. Es ist wirklich pornös!


Weiter ging es auf der North Coast 500 Richtung Durness. Da gibt es einen Strand… unglaublich!!!! Südsee…pfff…


Ab Durness ging es dann wieder nach unten. Die Westküste (Schatz – links) entlang. In Rhiconich sind wir nach rechts in Richtung Kinlochbervie abgebogen. Dort im Hafen gibt’s ne alte Pier für Wohnmobile. Es war aber noch so viel Tag über. Ich wollte dem Pubertier die Entscheidung überlassen, aber da hätt ich auch gleich … naja. In Kinlochbervie beim Tanken war das Herzchen total geflasht von der Anzeige auf ihrem Handy – 4G!!! Es war dann halt für eine Weile sehr leise im Auto…

Wir entschlossen uns, nach einem Blick auf die Karte, den Caravanpark in Scourie anzufahren. Das war, wie sich alsbald herausstellen sollte die absolut richtige Entscheidung. Ein toller sauberer Platz direkt am Strand mit sauberen sanitären Anlagen. 16 £ sind hier absolut angemessen! Da wir hier die lieb gewonnene Feuerkanne nicht benutzen durften gab es Müsli – nun ja. 


Wir hatten noch Lust auf eine Wanderung und sind auf einen (rudimentären) Fusspfad in Richtung Steilküste gestoßen (links vom Caravanpark am Friedhof vorbei). Das waren 2 Stunden, die richtig Spaß gemacht haben und uns mit einer super Aussicht entschädigt haben! Der Weg ist nicht befestigt und die vielen Schafe haben auch diverse Grüße da gelassen. Aufpassen oder Abwaschen. (Naja, besser – und)


Ein herrlicher, erlebnisreicher Tag!

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