9. Tag – Westküste – Warum musste der Penner eigentlich über diese Brücke fahren???

Zweite Nacht in der Stadt der Froschvertonung. (Für die unbedarften Mitleser – Uig) 


Der Gandalf Graurock hat einigermaßen gut die Nacht zu Ende gezaubert. Am Morgen gab es von ihrer Zerknirschtheit neben der Aussage, sie hätte ganz gut geschlafen, noch die für alle Parteien sehr nützliche Info, ihr Nebenmann hätte kurzzeitig geschnarcht und „schwer ausgeatmet“. Das machte ich in der Tat und zwar nach diesem bescheuerten Hinweis. Was war eigentlich mit einfach mal Fresse halten…

Gestärkt und partiell belehrt machten wir uns auf den Weg. Es ging nochmal am Quiraing vorbei, denn wir wollten nur ein paar Kilometer weiter den Old Man of Storr besuchen. Das ist ein etwa 50 Meter hoher Hinkelstein, der bei der Fantastillionen Jahre andauernden Verwaschung der Steilküste schlichtweg zu faul war, wie alles andere drumherum, einfach umzufallen. Diejenigen, welche das mitunter zweifelhafte Vergnügen meiner Bekanntschaft gemacht haben, wissen sehr gut, dass ich es nicht sooo mit dem Lattenaugust habe. Trotzdem danke Gott, dass Du es scheinbar saukomisch gefunden haben musst, diesen alten Mann so hoch und ewig rumgammeln zu lassen, dass wir heute der Gnade des Aufstiegs gerecht werden durften. Amen Witzbold!


Etwa nach 45 Minuten ziegenartigen Nachobenstapfens erreichten wir so ziemlich den Fuß des alten Mannes. Kein Wunder, dass keine Alte bei dem geblieben ist… die Lage, die Lage. Mein tapferer Tensing Norgay hatte ebenfalls mehr als genug gesehen, ich zumindest war fast gewillt, einfach ins Licht zu gehen… Wir machten ein paar schöne Bilder und hatten dann beim Einsetzen des Monsunregens ordentlich zu tun, nicht auf dem Hintern die Loipe hinab zu rasen.
Weiter gings nach Portree, die sogenannte Hauptstadt der Insel. Es wurde 2x das Englische Frühstück im Café Arriba gewählt. Ein urgemütlicher leicht alternativ angehauchter Laden, der hiermit und voller Nachdruck meine und sogar die Empfehlung ihrer Durlaucht erhält. Neben gutem Essen und leckerem Kaffee gibt’s, alle ahnen es schon – Free WiFi!!! Das Pubertier war selig.“


1 Stunde später!!!

Wir fuhren von der Insel runter und unserem eigentlichen Tagesziel entgegen. Das Pubertier wollte nämlich unbedingt zur Harry Potter Brücke. Für uns Kulturbanausen ist das auf der Karte als Glendinnan Viaduct bekannt. Auf halber Strecke dorthin begann ein weiterer Monsun (seeehr anhaltend). Eine ganze Weile fuhren wir bei Fäden von Oben, danke nochmal mein bärtiger Freund 🙏🏻 – echt saukomisch, am Caledonian Canal entlang und brüllten uns gegenseitig eins der tollsten Lieder der jüngeren Gegenwart entgegen –

„Nicht Nichts ohne Dich, aber weniger, viel weniger für mich…“ 🎶

Wir haben es schließlich nach Glenfinnan geschafft und haben, während sich an vielen Hügeln von jeder Tierart Männchen und Weibchen zu sammeln begannen, den Aussichtspunkt für diese nunmehr besonders berühmte Eisenbahnbrücke erklommen. Hätte der Spinner nich über die Isle of Skye Bridge fahren können? Dann hätten wir das in 30 Minuten erledigt gehabt. Wie auch immer – pubertierus lovult – 🙏🏻🙄. 


Bis nach Mallaig, einer sehr schönen Hafenstadt, haben wir es nicht ganz geschafft. Heute wettern wir dieses Endzeitszenario auf einem PERFEKT 👌 ausgestatteten Platz am Strand in der Nähe ab. 

Schiff ahoi oder wie mein liebes Moosmutzelchen immer zu singen pflegt:

„Wasser marsch, Wasser marsch… 🎶“

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