4. Tag Flachau – au.au.au, ein Gipfelstürmer und cool, keiner hat gekotzt…wie, wir müssen die Straße wieder hoch???

Zunächst mal, der AV hatte in einer prophetischen Vorahnung (vermutlich nach der anstrengend und tränengeschwängerten Nahtoderfahrung der gestern so beschwichtigend als Hausberg bezeichneten Nanga-Parbat-ohne-Sauerstoff-und-ohne-Yeti-Expedition) einen Kater sondergleichen geweissagt. Nun…es mit biblischem Ausmaß zu beschreiben, würde der Sache gerechter werden und wäre sicher kaum übertrieben…😉

Wie unterschiedlich doch Eigen- und Fremdwahrnehmung sein können, zeigte sich heut morgen um 5:00Uhr.

Ein sichtlich verwohnter Zellhaufen humpelte wie auf rohen Eiern zum Klo……..dabei kommt einem doch gleich der immer wieder gern gebrachte Kalauer in den Sinn…

Das Schlimme am Altwerden ist nicht, dass man in der Nacht 3x Pinkeln muss, sondern dass man nur 2x wach wird… (Abschweifen gibt Kontext 😁)

… ein alternder Ungenannter watschelte also im Seemannsgang zum nächstgelegenen Abort, als plötzlich der DJ👞 vor ihm stand. Der junge Herr hatte nach dem Todesaufstieg vom Vortag, von seinesgleichen süffisant als Anwandern bezeichnet (verdammte sportliche Menschen mit Normalgewicht 👊🏻) nichts besseres zu tun, als zu Altmenschenharndrangszeit mit dem charismatischen Gastgeber Rudi auf einen noch höheren Berg zu wanderklettern (es kann sich dabei nach hiesiger Logik ja eigentlich nur noch um den Olymp selbst handeln – denn die höchsten irdischen Höhen wurden doch schon am Vortag…also eigentlich…naja 🤔)

Die verbleibende Reisegruppe zog es heute vor, einen kleinen Ausflugs- und Shoppingtag einzulegen (püh, und wenn schon, dann halt weil der AV ne kleine Bergwanderpussy ist…das kratzt ihn nich die Bohne…).

So hatte ihre herrliche Heiligkeit die Möglichkeit, sie in einer nahegelegenen Wollmanufaktur, genannt Lodenwalker, einem ihrer Lieblingshobbies (neben der spirituellen Leitung ihrer Schäfchen) in vollen Zügen hinzugeben.

Der Rückweg von dieser sowohl lehrreichen als auch etwas kostspieligen (natürlich haben die nen Werksverkauf 🙄) Manufaktur war was fürn AV und sein brüllendes Muli…der liebe (und nich minder sonnenverbrannte…hihi) 👞 wählte für den Rückweg ne richtig geile vielleicht-speien-sie-vielleicht nicht-Bergabfahrt aber zunächst forderte er mit seiner südkoreanischen Prollkiste einen Eingeborenen auf seinem Alpenmofa zu einem Wer-hat-die-besseren-Argumente-Kontest heraus…

Nachdem der Eingeborene also seine besseren Argumente (er hatte einfach den Größeren) dargelegt hatte, ging es für ne halbe Stunde über richtig geile Serpentinen bergab, um unten angekommen unverzüglich im Stau zu stehen. Es blieb also Zeit, um die Abfahrt zu bewerten. Auf die Frage aus dem 👞mobil, ob die vorhandenen Speieimer gefüllt seien, kam die Antwort aus dem AV-Muli „Eimer leer, aber die Chefin starrt nur geradeaus…“ 😂 🤢.

Aber das persönliche Highlight eines (vielleicht ein bisschen schadenfroh aus der Wäsche guckenden) AV war, als der 👞 – merke, wir stehen immernoch im Stau – aussteigt, ans Muli herantritt und sagt, wir sollten umdrehen und können den Stau umfahren…(die Chefin sagt: oh schön)…👞 weiter, dafür müssen wir aber wieder den Berg hochfahren

Diese göttlichen Sekunden der Stille und unbeschreiblicher Freiheit…

Zurück im Basislager ging’s direkt in den Pool und die lieben Gastgeber, Familie Kaml, lud zu einem zünftigen Grillabend in der Pfiffhütte.

So endet ein weiterer wunderschöner Urlaubstag (heute mit diversen Zirbenschnäpsen weswegen keinerlei Gewähr für eventuellen intellektuellen Bullshit übernommen wird…).

Good Night Folks…

PS: Dank der internationalen Mitbewohnerzusammensetzung im Hause Kaml, haben wir heute auch noch was gelernt. Jedes Mal wenn wir unsere Motette mit Motette ansprachen, huschte unserem belgischen Kumpel Eddy Merckx ein listiges Grinsen übers Gesicht… nun sind wir schlauer. In Belgien ist Motette eine Umschreibung für ordentlich Holz vor der Hütte…

2 Antworten auf „4. Tag Flachau – au.au.au, ein Gipfelstürmer und cool, keiner hat gekotzt…wie, wir müssen die Straße wieder hoch???

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  1. Wunderbar mal wieder. Und doch muss an dieser Stelle vorsichtig interveniert werden. Die Klassifizierung AV bleibt wiedersprüchlich, ist der beschriebene Charakter noch gar nicht vierzig ( das war schon in vorherigen Beiträgen irreführend. 🔫 Insoweit könnte AV auch für „Alter Vater“ stehen…. wobei dann auch „Alter“ oder „der Alte“ wesentlich gängiger wären… Nicht zu verwechseln mit dem Synchronym „Alte“ oder auch „meine Alte“, welches eher dem aristokratischen oder gerne auch spirituellen Personenkreis zuzuordnen wäre. Aber Vorsicht, auch hier lauern die Fallstricke…. so sollte der hoffnungsfrohe Protagonist nicht jedes Subjekt der Zielgruppe mit „meine Alte“ markieren…. denn hier droht Ungemach vom „Macker“ der Alten…. womit sich dann doch der Kreis schließt und Betreffender schneller aussieht wie AV, als ihm lieb ist.. 😎🍳🔩📽🔫👨‍✈️

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