Wer hätte ‘s gedacht …

„ (…) Hallo liebe Welt, da sind wir wieder! Wie geht‘s Dir? Blöde Frage, s‘ist einiges im Argen, ich weiß – Irrungen und Wirrungen wo das Auge hinschaut. Und dann zu allem Übel auch noch dieser gelb-orange getupfte Wischmoppständer in Tropfenform mit Wunschvorstellung einer Föööhrer-Aura – igitt igitt. (…)“ …

Ziemlich genau ein Jahr sind diese Worte alt, und wer hätte ‘s gedacht, du liebe kleine Erdkugel hast‘s nicht wirklich leichter dieser Tage. Der gelb-orange getupfte Wischmoppständer in Tropfenform mit Wunschvorstellung einer Föööhrer-Aura, mittlerweile verurteilter Sexualstraftäter, hat in der Tat nicht nur noch ne Schippe, sondern eine Schubkarre voller Schippen draufgelegt.
Dank einer seiner Schippen wird dieser Schottlandurlaub für Selbstfahrer auch noch ordentlich teurer… danke Moppi.

Es ist also wieder an der Zeit – zu reisen – zu genießen – zu berichten. (Und, wie es sich leider dieser Tage aus Ohnmacht auch gehört, kräftig zu verdrängen, welche Kacke im nunmehr braunblauen Heimatbundesland so abgeht – braunblau ist ein scheinbar immer beliebter werdender Farbton, bei dem das Blau eine kackbraune Gesinnung hat. Quelle: irgendein ein Lexikon)

Dieses mal sind wir eine reine sechsköpfige Strandscha(a)bengruppe. Wir treffen uns seit Jahren regelmäßig am Strand, und der Strand ist die Schaabe auf Rügen, und wir liegen da alle wie die Schaben… nun, ich denke, der Punkt ist klar.

(Nein, die Hose ist nicht voll… und ja, die muss so!)

Die Reise startete wie immer in Amsterdam an der Fähre und mit der leisen aber stetigen Hoffnung eines Einzelnen, nennen wir ihn mal „Alternder Ubootfahrer“ (fürderhin AU – was ziemlich genau das regelmäßige Altersempfinden besagter Person beschreibt), dass der Gott des Meeres die Lust verspürt, das puckernde Seemannsherzlein ein wenig zu beglücken…
Nun, es war nicht wirklich ein feurig-heißer Meerestango, aber ein bisschen Mitschunkeln war drin und die ein oder andere Anti-Spei-Kapsel soll konsumiert worden sein.

Heute morgen, angekommen in Newcastle, wurde die ohnehin schon eine Idee angespannte Stimmung – irgend jemand soll wohl geschnarcht haben (möglicherweise, nein, sehr wahrscheinlich in einer der anderen Kabinen) von dem Umstand gekitzelt, dass es dem Fährpersonal wohl nicht sooo wichtig war, den Autopassagieren auch mitzuteilen, dass die ihre Buden jetzt auch mal gerne aus der Fähre fahren dürften…vor uns war dann halt alles frei.

Und dann gehts los wie bei jedem Schottlandtrip – an den Linksverkehr gewöhnen und mitschwimmen. Und weil das mittlerweile schon schöne Gewohnheit ist und immer recht fix geht, hat sich der liebe Herrgott-Genesha-Jahwe-Allah (unbestimmte Reihenfolgen; nicht abschließend) wohl an diesem wunderschönen Tage gedacht, dem ollen AU, dem müssen wir mal unsere Aufmerksamkeit schenken und ihm bei hundert Sachen auf einer schottischen Straße mal eine kleine Aufmerksamkeit schicken. Vielleicht machen wir das in Form einer Botschaft. Schicken wir ihm „Reifendruckkontrollsystem hat eine Veränderung festgestellt – Reifendruck überprüfen“. Saukomisch und danke Daoben,

In diesem Jahr haben wir zwei Basislager. Das erste Haus für die erste Woche, das Old Schoolhouse, befindet sich in Linsidemore, ein paar Kilometer von Lairg entfernt im hohen Norden. In der zweiten Woche ist es ein Haus in Portknockie an der schottischen Ostküste. Beide Häuser sind echte Träumchen.

Nun aber genug vom Anreisetag, Zeit fürs Bettchen. Große Spannung liegt in der Luft – erster Ausflug, Wetter am Morgen, Luft in den Reifen…

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